Vitamin-D-Rechner: Aufbaudosis, Erhaltungsdosis und 25-OH-Vitamin-D
Vitamin-D-Rechner und 25-OH-Vitamin-D verstehen
Wie viel Vitamin D fehlt dir rechnerisch bis zu deinem Zielwert, warum die eigene Bildung in der Haut von November bis Februar praktisch stillsteht, und wie Deutschland im europäischen Vergleich wirklich dasteht. Jede Zahl auf dieser Seite steht mit Erhebung, Jahr und Einheit in der Quellenliste am Ende.
Vitamin-D-Rechner: Dosis, Aufbau und Erhaltung
Drei Rechenwege, drei Primärquellen. Du tippst in nmol/l oder in ng/ml, das jeweils andere Feld rechnet sofort mit, exakt mit dem Faktor 2,496 statt der üblichen Rundung auf 2,5. Den Zielwert gibst du selbst ein, begrenzt wird nichts.
25-OH-Vitamin D: was dein Laborwert bedeutet
Auf dem Laborbericht steht meist 25-OH-Vitamin D oder 25-OH-Vitamin D3, manchmal mit dem Messverfahren CMIA oder LC-MS/MS dahinter. Das ist die Speicherform von Vitamin D im Blut und der Wert, den der Rechner oben braucht.
Werte-Einordnung in beiden Einheiten
| Bereich nmol/l | Bereich ng/ml | Einstufung | Quelle |
|---|---|---|---|
| unter 30 | unter 12 | Mangel, Risiko für den Knochen | BfS4, BfR5 |
| 30 bis unter 50 | 12 bis unter 20 | suboptimal, nicht jeder ist dabei unterversorgt | BfR5 |
| 50 bis 75 | 20 bis 30 | ausreichend für die Knochengesundheit | BfS4, BfR5 |
| über 75 | über 30 | von manchen Laboren und Fachgesellschaften angestrebt, fachlich nicht entschieden | BfR5 |
| über 125 | über 50 | oberhalb des in Bevölkerungsdaten üblichen Bereichs | DEGS11 |
Zur Frage, was ein Wert von 30 bedeutet: 30 nmol/l sind die untere Grenze, 30 ng/ml dagegen entsprechen 75 nmol/l und liegen im oberen Bereich. Dieselbe Zahl, zwei völlig verschiedene Aussagen. Deshalb steht auf dem Laborbericht immer die Einheit dabei.
Umrechnungstabelle nmol/l und ng/ml
Der exakte Faktor ist 2,496: ein Nanogramm pro Milliliter entspricht 2,496 Nanomol pro Liter. Viele Seiten runden auf 2,5. Bei 75 ng/ml macht das bereits 0,3 nmol/l Unterschied.
| ng/ml | nmol/l | Einstufung |
|---|---|---|
| 4 | 10,0 | schwerer Mangel |
| 8 | 20,0 | Mangel |
| 12 | 30,0 | Grenze zum Mangel |
| 16 | 39,9 | suboptimal |
| 20 | 49,9 | Grenze zu ausreichend |
| 24 | 59,9 | ausreichend |
| 30 | 74,9 | oberer Bereich |
| 40 | 99,8 | hoch |
| 50 | 124,8 | sehr hoch |
| 60 | 149,8 | sehr hoch |
| 75 | 187,2 | weit über jedem Referenzbereich |
| 100 | 249,6 | weit über jedem Referenzbereich |
Rechenweg: von ng/ml auf nmol/l multiplizieren mit 2,496, von nmol/l auf ng/ml teilen durch 2,496.
Warum zwei Labore verschiedene Zahlen liefern können
25-OH-Vitamin D wird mit unterschiedlichen Verfahren gemessen. Immunoassays wie CMIA arbeiten anders als die Massenspektrometrie LC-MS/MS, die als Referenz gilt. Wie groß der Unterschied ausfallen kann, zeigt die deutsche DEGS1-Studie: nach Kalibrierung auf das Referenzverfahren sank der Anteil der Erwachsenen mit Mangel von 30,2 auf 15,2 Prozent, der Mittelwert stieg von 46,3 auf 50,1 nmol/l.1,2
Für dich heißt das: Werte aus verschiedenen Laboren sind nur begrenzt vergleichbar. Wer eine Veränderung messen will, misst beide Male im selben Labor.
Was Vitamin D3 und K2 im Körper tun
Für Vitamine gilt in der EU: eine gesundheitsbezogene Aussage darf nur gemacht werden, wenn sie in der Unionsliste steht. Für Vitamin D sind es sieben Aussagen, für Vitamin K zwei. Hier sind alle neun, im zugelassenen Wortlaut.9
Vitamin D, sieben zugelassene Aussagen
- Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei
- Vitamin D trägt zu einem normalen Calciumspiegel im Blut bei
- Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei
- Vitamin D trägt zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei
- Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Zähne bei
- Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
- Vitamin D hat eine Funktion bei der Zellteilung
Vitamin K, zwei zugelassene Aussagen
- Vitamin K trägt zu einer normalen Blutgerinnung bei
- Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei
Beide Vitamine haben also einen zugelassenen Bezug zum Knochen. Das ist der Grund, warum sie in einem Produkt zusammen stehen. Weitergehende Aussagen über Gefäße oder Calciumtransport sind nicht zugelassen, deshalb finden Sie sie hier nicht, auch nicht umschrieben.
Woher Vitamin D überhaupt kommt
Bei ausreichender Sonnenbestrahlung trägt die körpereigene Bildung in der Haut 80 bis 90 Prozent zur Vitamin-D-Versorgung bei, die Ernährung nur den kleineren Rest.5 Der Körper speichert Vitamin D im Fett- und Muskelgewebe, diese Reserve trägt im Winter mit.4,5
Der Ablauf in der Haut: UV-B-Strahlung wandelt Provitamin D3 in Prävitamin D3 um, daraus entsteht Vitamin D3.4 Entscheidend ist dabei allein die UV-B-Intensität, nicht die Helligkeit, nicht die Wärme und nicht die Dauer des Aufenthalts. Eine längere Bestrahlung erzeugt laut Bundesamt für Strahlenschutz kein zusätzliches Vitamin D, sondern nur zusätzliches Risiko.4
Vitamin D im Winter: von Oktober bis Ostern
Nicht die Sonnenstunden entscheiden, sondern der Winkel, in dem die Sonne steht.
Ab welchem Sonnenstand bildet der Körper Vitamin D?
Maßgeblich ist der Sonnenzenitwinkel, also der Winkel zwischen dem Punkt senkrecht über dir und der Sonne. Steht die Sonne tief, passiert das Licht einen langen Schrägweg durch die Atmosphäre. Auf diesem Weg wird UV-B vom Ozon absorbiert und durch Luftmoleküle gestreut, und diese Streuung trifft kurzwelliges Licht besonders stark. Gleichzeitig verteilt sich die Strahlung auf eine größere Bodenfläche. Beides zusammen bedeutet: ein kleiner Unterschied im Sonnenstand macht einen großen Unterschied im UV-B am Boden.6
In Deutschland liegt der Kosinus des Zenitwinkels am 21. Juni mittags bei 0,87, auf Kreta bei 0,95.6 Das klingt nach wenig. Im Jahresmittel der Vitamin-D-wirksamen UV-B-Dosis sind es dann 2500 J/m² für Deutschland gegen 5500 J/m² für Kreta, also mehr als das Doppelte.6
Berlin über das Jahr
Mittlere Tagesdosis Vitamin-D-wirksamer UV-B-Strahlung, modelliert über die Jahre 2004 bis 2021, in kJ/m². Zum Vergleich Athen auf 38 Grad Nord.7
| Monat | Berlin, 52,5 Grad Nord | Athen, 38 Grad Nord |
|---|---|---|
| Januar | 0,11 | 0,87 |
| Februar | 0,38 | 1,65 |
| März | 1,09 | 3,24 |
| April | 2,77 | 5,36 |
| Mai | 4,36 | 7,44 |
| Juni | 5,68 | 9,08 |
| Juli | 5,48 | 10,02 |
| August | 4,25 | 8,55 |
| September | 2,44 | 5,70 |
| Oktober | 0,84 | 3,01 |
| November | 0,21 | 1,40 |
| Dezember | 0,08 | 0,77 |
Die Arbeit setzt 1 kJ/m² pro Tag als Schwelle an, unterhalb der keine nennenswerte Bildung mehr stattfindet.7 Berlin liegt von November bis Februar darunter, der März knapp darüber. Zwischen Juni und Dezember liegt in Berlin der Faktor 71.
Was die Behörden daraus machen
Das Bundesamt für Strahlenschutz formuliert es ohne Zahlen so: bei zu niedriger UV-B-Intensität kommt die körpereigene Bildung zum Erliegen, und in Deutschland ist das im Winter von Oktober bis März der Fall.4 Das Bundesinstitut für Risikobewertung schreibt, dass in den Sommermonaten auch in Deutschland ein Serumwert von 50 nmol/l über die eigene Bildung erreichbar ist, von Oktober bis März die Sonnenbestrahlung dafür aber nicht ausreicht.5
In einer unabhängigen Modellierung für Deutschland überschritt die UV-B-Dosis die Schwelle erst Mitte März und fiel Ende Oktober wieder darunter, der Vitamin-D-Winter dauert dort vier Monate und 40 Prozent des Jahres liegen unter 1000 J/m².6
Vitamin-D-Mangel in Deutschland: die Statistik
Hier wird viel mit falschen Zahlen gearbeitet. Deshalb zuerst der Grund dafür.
Warum zwei verschiedene Zahlen kursieren
Die Datengrundlage für Deutschland ist DEGS1, die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland, erhoben vom Robert Koch-Institut zwischen 2008 und 2011 an 6995 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren.1
Verschiedene Labore messen 25(OH)D unterschiedlich. Das Vitamin D Standardization Program hat die alten Proben mit einem Referenzverfahren nachgemessen und die Werte kalibriert. Dabei verschob sich das Ergebnis deutlich: aus 30,2 Prozent Mangel wurden 15,2 Prozent, aus 38,4 Prozent ausreichend versorgt wurden 44,0 Prozent.1 Die höhere Zahl ist die ältere und weniger genaue. Sie kursiert trotzdem weiter, weil sie dramatischer klingt. Wir nennen beide und arbeiten mit der standardisierten.
| Einstufung | vor Standardisierung | nach Standardisierung |
|---|---|---|
| defizitär, unter 30 nmol/l | 30,2 % | 15,2 % |
| suboptimal, 30 bis unter 50 nmol/l | 31,3 % | 40,8 % |
| ausreichend, ab 50 nmol/l | 38,4 % | 44,0 % |
Erhebung DEGS1, Robert Koch-Institut, 2008 bis 2011, n = 6995, Alter 18 bis 79 Jahre, Einstufung nach Institute of Medicine.1 Der Wert 40,8 Prozent ist die Differenz aus den beiden berichteten Zahlen und als solche gekennzeichnet.
Der Winter macht den Unterschied
Dieselben standardisierten DEGS1-Daten, nach Jahreszeit getrennt:2
| Anteil der Erwachsenen | Jahresmittel | Winter, Nov bis Mär | Sommer, Apr bis Okt |
|---|---|---|---|
| unter 30 nmol/l | 15,2 % | 25,5 % | 6,9 % |
| unter 50 nmol/l | 56,0 % | 74,9 % | 40,7 % |
Im Winter liegt also rund jeder Vierte unter 30 nmol/l, im Sommer etwa jeder Vierzehnte. Bei Kindern und Jugendlichen, KiGGS 2003 bis 2006, liegen 12,5 Prozent im Jahresmittel und 21,1 Prozent im Winter unter 30 nmol/l.2
Warum Vitamin-D-Mangel trotz Sonne: Nord gegen Süd
Wenn der Sonnenstand alles entscheidet, müssten die Südeuropäer die besten Werte haben und die Norweger die schlechtesten. Gemessen ist es anders.
18 Studien, eine Messmethode
In einer europäischen Auswertung wurden 18 Bevölkerungsstudien mit insgesamt 55.844 Personen zwischen 35 und 69 Grad Nord auf dieselbe Messmethode gebracht, zertifizierte Massenspektrometrie. Erst dadurch werden die Länder überhaupt vergleichbar. Gesamtergebnis: 13,0 Prozent unter 30 nmol/l im Jahresmittel, 17,7 Prozent im Winter, 8,3 Prozent im Sommer. Mit dem Grenzwert 50 nmol/l sind es 40,4 Prozent.2
| Studie, Land, Breite | Gruppe | Mittelwert nmol/l |
|---|---|---|
| Tromsø 6, Norwegen, 69 Grad N | Erwachsene 30 bis 87 J | 65,0 |
| AGES, Island, 64 Grad N | Ältere 66 bis 96 J | 57,0 |
| DEGS, Deutschland, 47 bis 55 Grad N | Erwachsene 18 bis 79 J | 50,1 |
| NDNS, Vereinigtes Königreich, 50 bis 59 Grad N | Erwachsene ab 19 J | 46,6 |
| KiGGS, Deutschland, 47 bis 55 Grad N | Kinder 1 bis 17 J | 54,0 |
| HGS, Griechenland, 35 bis 40 Grad N | Kinder 9 bis 14 J | 47,3 |
Alle Werte nach Standardisierung.2 Vergleichbar sind nur gleiche Altersgruppen, also Kinder mit Kindern und Erwachsene mit Erwachsenen. Die Gruppen unterscheiden sich außerdem im Beprobungszeitraum.
Die Erklärung
Die Autoren der Auswertung halten fest, dass die Mangelprävalenz in den nördlicheren Ländern Norwegen, Island und Finnland deutlich niedriger lag als in den mittleren Breiten Vereinigtes Königreich, Irland, Niederlande und Deutschland, und zwar auch nach Berücksichtigung der Ethnie. Bei Kindern lagen die Länder zwischen 47 und 60 Grad Nord bei 5 bis 20 Prozent Mangel, die südlichen Länder unter 41 Grad Nord bei 4,2 bis 6,9 Prozent.2
Der Grund ist nicht die Sonne, sondern die Zufuhr: in Skandinavien werden Lebensmittel angereichert und Nahrungsergänzung ist verbreitet, der Winterabfall ist dort gedämpft. Die höchsten Mittelwerte wurden in Finnland beobachtet, vermutlich wegen der dortigen Anreicherung.1,2 In Mitteleuropa fehlt beides, und die Sonne reicht hier im Winter nicht. Deshalb liegt Deutschland zwischen Nord und Süd, obwohl es geografisch dazwischen liegt und von der Sonne her eigentlich besser als Norwegen dastehen müsste.
Welcher Vitamin-D-Wert ist der richtige?
Diese Frage ist nicht entschieden, und wir tun nicht so, als wäre sie es.
Die Einordnungen im Überblick
| Größe | Wert | Stelle |
|---|---|---|
| Mangel | unter 30 nmol/l, also unter 12 ng/ml | BfS4 |
| suboptimal | 30 bis 50 nmol/l, also 12 bis 20 ng/ml | BfR5 |
| für Knochengesundheit wünschenswert | ab 50 nmol/l, also ab 20 ng/ml | BfS4 |
| Schätzwert für angemessene Zufuhr ohne eigene Bildung | 20 µg, also 800 I.E. pro Tag | DGE, zitiert nach BfR5 |
| Empfehlung für Nahrungsergänzungsmittel | bis etwa 20 µg, also 800 I.E. pro Tag | BfR5 |
| Tolerable Upper Intake Level, Erwachsene und Jugendliche | 100 µg, also 4000 I.E. pro Tag | EFSA8 |
| gesetzliche Höchstmenge in Deutschland | existiert bisher nicht | BfR5 |
Warum dein Laborbericht etwas anderes sagen kann
Das BfR hält fest, dass seit langem diskutiert wird, ob 75 nmol/l oder 50 nmol/l adäquat sind, und dass die Endocrine Society seit 2024 wegen fehlender Beweiskraft gar keinen spezifischen Wert mehr zur Definition des Versorgungsstatus empfiehlt. Manche Labore stufen bereits Werte unter 75 nmol/l als Unterversorgung ein, andere erst unter 50 nmol/l.5
Genau deshalb gibt der Rechner oben keinen Zielwert vor. Du trägst den ein, der für dich gilt, und bekommst dazu die Einordnung der Behörden, nicht unsere Meinung.
Vitamin-D-Dosierung bei Kindern nach Alter
Für Kinder gilt der Rechner oben nicht. Die zugrunde liegenden Studien wurden an Erwachsenen durchgeführt. Für Kinder gibt es stattdessen amtliche Zufuhrwerte und amtliche Höchstmengen.
Amtliche Werte je Altersstufe
| Alter | empfohlene Zufuhr pro Tag | tolerierbare Höchstmenge pro Tag |
|---|---|---|
| 0 bis 6 Monate | 400 bis 500 I.E. (10 bis 12,5 µg) | 1.000 I.E. (25 µg) |
| 7 bis 11 Monate | 400 bis 500 I.E. (10 bis 12,5 µg) | 1.400 I.E. (35 µg) |
| 1 bis 10 Jahre | 800 I.E. (20 µg) | 2.000 I.E. (50 µg) |
| 11 bis 17 Jahre | 800 I.E. (20 µg) | 4.000 I.E. (100 µg) |
| ab 18 Jahre | 800 I.E. (20 µg) | 4.000 I.E. (100 µg) |
Die empfohlene Zufuhr für Säuglinge ist die in Deutschland übliche Vitamin-D-Prophylaxe bis zum zweiten erlebten Frühsommer, 400 bis 500 I.E. pro Tag.5 Der Wert von 800 I.E. ab einem Jahr ist der Schätzwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für eine angemessene Zufuhr bei fehlender körpereigener Bildung, zitiert nach BfR.5 Die Höchstmengen sind die tolerierbaren Gesamtaufnahmemengen nach BfR und EFSA.5,8 Sie gelten für die Gesamtzufuhr aus allen Quellen, nicht nur aus Nahrungsergänzung.
Was das praktisch für Tropfen bedeutet
Ein Tropfen des Kinderprodukts enthält 500 I.E. Vitamin D3, ein Tropfen des Erwachsenenprodukts 1.000 I.E. Für ein Kind zwischen einem und zehn Jahren entspricht der Schätzwert von 800 I.E. pro Tag damit knapp zwei Tropfen des Kinderprodukts, und die Höchstmenge von 2.000 I.E. wird bei vier Tropfen erreicht.
Wie viel ein Kind tatsächlich braucht, hängt vom gemessenen Wert ab. Bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland lagen nach standardisierter Messung 12,5 Prozent im Jahresmittel und 21,1 Prozent im Winter unter 30 nmol/l.2
Unsere Vitamin-D3-K2-Tropfen
Ein Tropfen enthält 1000 I.E. Vitamin D3 und 20 µg Vitamin K2 als MK-7 all-trans, in Bio-C8-MCT-Öl. Für Kinder gibt es dieselbe Zusammensetzung mit 500 I.E. je Tropfen.
Passende Kategorien: Knochen und Gelenke und Immunsystem. Beides entspricht den zugelassenen Aussagen zu Vitamin D und Vitamin K.
Häufige Fragen
Was bedeutet ein Vitamin-D-Wert von 30?
Das hängt an der Einheit, und der Unterschied ist groß. 30 nmol/l sind die Grenze zum Mangel, also ein niedriger Wert. 30 ng/ml entsprechen dagegen 74,9 nmol/l und liegen im oberen Bereich der Einordnung. Deutsche Labore weisen meist nmol/l aus, englischsprachige Quellen meist ng/ml. Schau auf dem Laborbericht nach, welche Einheit hinter der Zahl steht, bevor du sie bewertest.
Ist ein Vitamin-D-Wert von 30 gut?
30 ng/ml sind ein guter Wert, 30 nmol/l nicht. Bei 30 ng/ml, also 74,9 nmol/l, liegt der Wert über der Schwelle von 50 nmol/l, die das Bundesamt für Strahlenschutz für die Knochengesundheit als wünschenswert nennt. Bei 30 nmol/l liegt der Wert genau an der Grenze, ab der von Mangel gesprochen wird.
Welche Erhaltungsdosis Vitamin D brauche ich?
Das hängt vom Wert ab, den du halten willst. In einer kontrollierten Studie über 16 Wochen ohne Sonnenexposition erreichten 800 I.E. pro Tag im Mittel 82 nmol/l, 2.000 I.E. 85 nmol/l, 4.000 I.E. 107 nmol/l und 7.143 I.E. 152 nmol/l. Der Rechner oben interpoliert im Reiter Erhaltungsdosis zwischen diesen gemessenen Punkten. Wer Sonne abbekommt, braucht weniger, denn die Studienteilnehmer hatten keine.
Wie viel Vitamin D brauche ich zum Auffüllen?
Die veröffentlichte Aufbauformel lautet: Gesamtdosis in I.E. gleich 40 mal der gewünschte Anstieg in nmol/l mal Körpergewicht in Kilogramm. Bei 70 kg und einem Anstieg von 50 nmol/l sind das 140.000 I.E. insgesamt, verteilt über sechs bis acht Wochen also rund 2.500 I.E. pro Tag. Die Formel stammt aus einer Studie an 208 Erwachsenen mit Mangel und erklärt 38 Prozent der Streuung zwischen Personen.
Welche Vitamin-D-Dosierung ist für Kinder richtig?
Für Kinder ab einem Jahr nennt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung einen Schätzwert von 800 I.E. pro Tag bei fehlender körpereigener Bildung, für Säuglinge 400 bis 500 I.E. als Prophylaxe. Die tolerierbare Höchstmenge liegt bei 2.000 I.E. pro Tag für 1 bis 10 Jahre und 4.000 I.E. für 11 bis 17 Jahre. Der Rechner auf dieser Seite gilt nicht für Kinder, weil die zugrunde liegenden Studien an Erwachsenen durchgeführt wurden.
Warum habe ich Vitamin-D-Mangel trotz Sonne?
Weil die Menge Sonne weniger zählt als der Sonnenstand und die Zufuhr. In einer europäischen Auswertung von 18 Studien mit einheitlicher Messmethode lagen Norwegen, Island und Finnland besser als Deutschland, Irland, die Niederlande und das Vereinigte Königreich. Der Grund ist nicht die Sonne, sondern angereicherte Lebensmittel und verbreitete Nahrungsergänzung im Norden. In Deutschland fällt die UV-B-Strahlung von November bis Februar unter die Schwelle, ab der überhaupt noch Vitamin D gebildet wird.
Wie rechne ich nmol/l in ng/ml um?
Ein Nanogramm pro Milliliter entspricht 2,496 Nanomol pro Liter. Von nmol/l auf ng/ml teilst du also durch 2,496, in die andere Richtung multiplizierst du. 75 nmol/l sind 30 ng/ml, 50 nmol/l sind 20 ng/ml. Deutsche Labore weisen meist nmol/l aus, englischsprachige Studien meist ng/ml. Die beiden Zahlen nie vermischen, der Faktor 2,5 macht aus einem normalen Wert einen scheinbaren Mangel oder umgekehrt.
In welchen Monaten bildet der Körper in Deutschland kein Vitamin D?
Das Bundesamt für Strahlenschutz nennt den Zeitraum Oktober bis März, weil die UV-B-Intensität dann zu niedrig ist. Modellierte Messwerte für Berlin zeigen von November bis Februar eine mittlere Tagesdosis unter der Schwelle von 1 kJ/m², im Dezember liegt sie bei 0,08 kJ/m² gegen 5,68 kJ/m² im Juni. Das ist der Faktor 71 zwischen Sommer und Winter.
Wie viele Deutsche haben zu wenig Vitamin D?
Nach den standardisierten Daten der DEGS1-Studie des Robert Koch-Instituts liegen 15,2 Prozent der Erwachsenen unter 30 nmol/l und damit im defizitären Bereich, 44,0 Prozent sind mit mindestens 50 nmol/l ausreichend versorgt. Im Winter steigt der Anteil unter 30 nmol/l auf 25,5 Prozent, im Sommer sinkt er auf 6,9 Prozent. Die oft genannten 30 Prozent Mangel stammen aus derselben Studie vor der Standardisierung der Messwerte.
Haben Südeuropäer bessere Vitamin-D-Werte als Deutsche?
Nein, nicht durchgehend, und bei Erwachsenen sogar umgekehrt. In einer europäischen Auswertung von 18 Studien mit einheitlicher Messmethode lag die Mangelprävalenz in Norwegen, Island und Finnland niedriger als in Deutschland, Irland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich. Bei Kindern lagen die südlichen Länder besser als die mittleren Breiten. Der Unterschied erklärt sich über Anreicherung von Lebensmitteln und Nahrungsergänzung, nicht über den Sonnenstand.
Welcher Vitamin-D-Wert ist der richtige?
Es gibt keinen einzig richtigen Wert, die Frage ist fachlich nicht entschieden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung verwendet 50 nmol/l als Orientierung, hält aber fest, dass seit langem diskutiert wird, ob 50 oder 75 nmol/l adäquat sind, und dass die Endocrine Society seit 2024 keinen spezifischen Wert mehr nennt. Manche Labore stufen bereits unter 75 nmol/l als Unterversorgung ein. Deshalb gibt der Rechner auf dieser Seite keinen Zielwert vor.
Warum sind Vitamin D3 und K2 zusammen in einem Produkt?
Weil beide eine zugelassene Aussage zum Knochen tragen: Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei, Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei. Vitamin K trägt außerdem zu einer normalen Blutgerinnung bei. Weitergehende Aussagen zu Vitamin K sind in der EU nicht zugelassen, deshalb machen wir sie nicht.
Wie viel Vitamin D pro Tag ist zu viel?
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat für Erwachsene und Jugendliche einen tolerierbaren Höchstwert von 100 µg, also 4000 I.E. pro Tag, festgelegt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt für Nahrungsergänzungsmittel Produkte mit bis zu etwa 20 µg, also 800 I.E. pro Tag, weil diese Menge auch langfristig und zusammen mit anderen Quellen unbedenklich ist. Eine gesetzliche Höchstmenge für Nahrungsergänzungsmittel gibt es in Deutschland bisher nicht.
Begriffe und Umrechnungen in einem Block
- 25-OH-Vitamin D ist die Speicherform von Vitamin D im Blut und der Messwert, an dem der Versorgungsstatus beurteilt wird. Andere Schreibweisen: 25(OH)D, 25-Hydroxyvitamin D, Calcidiol.
- Umrechnung: 1 ng/ml = 2,496 nmol/l. 1 nmol/l = 0,4006 ng/ml.
- Internationale Einheiten: 1 µg Vitamin D3 = 40 I.E. 1.000 I.E. = 25 µg.
- Mangel: unter 30 nmol/l, also unter 12 ng/ml.
- Ausreichend für die Knochengesundheit: ab 50 nmol/l, also ab 20 ng/ml.
- Empfehlung für Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland: bis etwa 20 µg, also 800 I.E. pro Tag.
- Tolerierbare Höchstmenge für Erwachsene in der EU: 100 µg, also 4.000 I.E. pro Tag.
- Vitamin-D-Winter in Deutschland: die UV-B-Dosis liegt von November bis Februar unter der Schwelle von 1 kJ/m² pro Tag, im Dezember bei 0,08 kJ/m² gegen 5,68 kJ/m² im Juni.
- Aufbauformel: Gesamtdosis in I.E. = 40 × gewünschter Anstieg in nmol/l × Körpergewicht in kg.
- Dosis-Wirkung: im Bereich 0 bis 1.000 I.E. pro Tag steigt der Serumwert um rund 13,1 nmol/l je 1.000 I.E. bei Normalgewicht.
Quellen
- Robert Koch-Institut, Journal of Health Monitoring: Vitamin D status of adults in Germany. Erhebung DEGS1, 2008 bis 2011, n = 6995, Alter 18 bis 79 Jahre. Zur Quelle
- Cashman KD et al.: Vitamin D deficiency in Europe: pandemic? American Journal of Clinical Nutrition 2016, Band 103, Seiten 1033 bis 1044, n = 55.844. Zur Quelle
- Ekwaru JP et al.: The Importance of Body Weight for the Dose Response Relationship of Oral Vitamin D Supplementation. PLOS ONE 2014, 22.214 Messungen von 17.614 Erwachsenen. Zur Quelle
- Bundesamt für Strahlenschutz: Bildung des körpereigenen Vitamin D. Zur Quelle
- Bundesinstitut für Risikobewertung: Fragen und Antworten zu Vitamin D. Zur Quelle
- O'Neill CM et al.: Seasonal Changes in Vitamin D-Effective UVB Availability in Europe and Associations with Population Serum 25-Hydroxyvitamin D. Nutrients 2016, Band 8, Artikel 533, Modellierung 2003 bis 2012. Zur Quelle
- Khanna T et al.: Comprehensive Analysis of Seasonal and Geographical Variation in UVB Radiation Relevant to Vitamin D Synthesis in Europe. Nutrients 2022, Band 14, Artikel 5189, Modellierung 2004 bis 2021. Zur Quelle
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit: Upper intake levels reviewed for vitamin D and calcium, 2012. Zur Quelle
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012, Anhang, konsolidierte Fassung vom 17. Mai 2021: Liste der zulässigen gesundheitsbezogenen Angaben. Zur Quelle
- Schwartz JB et al.: Vitamin D Concentration Responses to Vitamin D3 Administration in Older People Without Sun Exposure. Journal of the American Geriatrics Society 2016, Band 64, Seiten 65 bis 72, randomisiert, doppelblind, 16 Wochen. Zur Quelle
- van Groningen L, Opdenoordt S, van Sorge A, Telting D, Giesen A, de Boer H: Cholecalciferol loading dose guideline for vitamin D-deficient adults. European Journal of Endocrinology 2010, Band 162, Heft 4, Seiten 805 bis 811, n = 208. Zur Quelle